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Erdöld- und Asphaltaustritte in Eruptivgesteinen und kristallinen Schiefern des mittleren Magdalenentals (Kolumbien)

Stutzer, Otto

Kurzfassung

Im mittleren Magdalenental (Kolumbien) traf Vortragender Eruptivgesteine und kristalline Schiefer, aus welchen Erdöl und flüssiger Asphalt austrat. Im folgenden seien diese Verhältnisse erläutert. Die geographische Lage des Gebietes: Das Gebiet liegt auf der linken Seite des Magdalena zwischen den Dörfern Nare und Puerto Berrio. Die Asphaltzone ist 5 bis 8 Kilometer vom Magdalena entfernt. Sie ist etwa 10 Kilometer lang. Abseits des Magdalena ist die Gegend unbewohnt. Nur am Nordende liegen zwei Hütten. Die Bahn von Puerto Berrio nach Medellin, der Hauptstadt Antioquiens, läuft einige Kilometer weiter nördlich. Das Gelände ist am Ufer des Magdalena eben, an der Angostura wellig, abseits des Magdalena hügelig. Die Ölzone liegt am Fuße der Mittelkordillere, mehrere Bäche durchfließen sie. Die Bäche haben kristallklares, gesundes Wasser. Urwald bedeckt alles. Wege gibt es nicht, man muß sie schlagen. Nur von den beiden Hütten am Nordende der Zone läuft - schon außerhalb des Ölgebiets - je ein Maultierpfad zur Bahnlinie. Überblick über den geologischen Aufbau; Das mittlere Magdalenental ist ein Teil des Grabeneinbruches zwischen Ostkordillere und Mittelkordillere. Auf der Ostkordillere trifft man Sedimente der Kreidezeit, die Mittelkordillere besteht vorwiegend aus kristallinen Gesteinen. Die westliche Randspalte des Magdalenengrabens läuft durch die Ölzone. Sie scheidet die kristallinen Gesteine der Mittelkordillere von den jungen Sedimenten des Magdalenentales. Ihre Richtung ist N-O. Die Sedimente des Magdalenengrabens bestehen aus Tonen und Sandsteinen, die in mehrfachem Wechsel aufeinanderfolgen. Die Schichtenfolge heißt Honda-Formation. ...