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Die statischen Probleme der Gebirgsbildung

Wyss, Th.

Kurzfassung

Auf Grund der bis jetzt bekanntgegebenen Forschungsergebnisse wird versucht, die Resultate in statischer Hinsicht generell zu beleuchten. Die alten erstarrten Schollen von willkürlicher Gestalt, entsprechend der Herauskristallisierung aus dem Magma, werden als Grundlage angenommen. Sie sind von größerer Festigkeit als die später erstarrten Verbindungsglieder, deren Massen: durch ständige Eruptionen und Bewegungserscheinungen anderer Art in ihrer Verfestigung gestört wurden. Nach Vorführung der verschiedensten Kräftewirkungen und Verformungseinflüsse wird die Großwellenbildung bei den Schollen besprochen und in Vergleich gebracht zur Verfaltung und Überfaltung der orogenetischen Zonen. Während dem die Wellung bei den Schollen bis in große Tiefen reicht, erfaßt sie bei den orogenetischen Zonen nur die obersten Schichten, indessen die tieferen Schichten eine Verquetschung erfahren. Im weiteren werden noch einige Fälle von Knickerscheinungen vorgebracht. Ein systematisches Durcharbeiten aller geologischen Ergebnisse von statisch-dynamischen Gesichtspunkten aus wird zu einer schärferen Erfassung dieser Naturereignisse führen.