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Beiträge zur Kenntnis des Frankenjura. Die Kreideablagerungen und die Verkieselungserscheinungen im Frankenjura südlich der unteren Altmühl

Schnittmann, Franz Xaver

Kurzfassung

Einleitung: Angeregt durch die Arbeiten Th. Schneids und L. Lehners (Nürnberg), von denen der erstere die Spuren der Kreide zwischen Eichstätt und Neuburg an der Donau, der letztere die sogenannte Fränkische Kreide westlich und nördlich von Amberg einer eingehenden Bearbeitung unterzogen haben, entschloß sich der Verfasser, das oben genannte Gebiet, welches sich dem Arbeitsgebiet Schneids im O anschließt, nach Resten von Kreideablagerungen zu untersuchen. Auf diesen Gedanken brachten ihn zahlreiche am Limesanfang, am Haderfleck und bei Weltenburg gefundene Hornsteine und Sandsteine, die ihren Fossilien nach nicht aus dem Jura, sondern, wie sich bald herausstellen sollte, nur aus der Oberen Kreide stammen konnten. Aber neben Hornsteinen und feinkörnigen Sandsteinen der Kreide fanden sich auch andere, mit diesen oft zum Verwechseln ähnliche Verkieselungen und Hornsteine, die nach ihren Versteinerungen dem Jura angehören mußten. Endlich fielen dem Verfasser zahlreiche Blöcke quarzitischer Gesteine auf ohne jedes Petrefakt, die man zum Tertiär stellen muß. So entwickelte sich denn die geplante Arbeit über die Kreide im Gebiet südlich der unteren Altmühl im Laufe der Zeit zu einer solchen über die Verkieselungserscheinungen in diesem Gebiete. Die Grenze des bearbeiteten Gebietes ist im N die Altmühl, im W die Straße Kipfenberg-Böhmfeld-Gaimersheim-Ingolstadt, im S die Donau von Ingolstadt bis gegen Neustadt; dort überschreitet sie die Donau und folgt der Straße Neustadt-Abensberg-Bachl. Die Ostgrenze ist der Feckinger Bach. Das Gebiet umfaßt also Teile der vier bayerischen Kreise Ober- und Niederbayern, Oberpfalz und Mittelfranken. I. Gesteine der Kreide. Der Kreideformation gehören im untersuchten Gebiete Gesteine verschiedener Korngröße an, bei denen in seltenen Fällen noch Kalk in mehr oder weniger reichlicher Menge vorhanden oder aus welchen er meist gänzlich verschwunden ist. ...