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Verkieselungen in Kalken

Klähn, Hans

Kurzfassung

Kieselknollen in Kalken sind eine ziemlich gewöhnliche, aber im Grunde genommen auch ebenso überraschende und merkwürdige Erscheinung. Ihre Entstehung wurde von den verschiedensten Forschern ins Auge gefaßt und je nach deren wissenschaftlichen Einstellung mehr oder weniger einseitig erklärt. In einer soeben erschienenen Arbeit, welche mit Unterstützung der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft hergestellt wurde, bin ich unter Heranziehung der wichtigsten Literatur dem Problem näher getreten, wobei ich zwei synchrone Ablagerungen berücksichtigte, von denen die eine (Senon von Rügen) Feuersteine enthält, die andere (Senon von Warnemünde in Mecklenburg) aber nicht. Beiden Kreiden ist die Führung von Spongien gemein. Ich möchte darauf hinweisen, daß ungefähr zur gleichen Zeit Linck und Becker über denselben Gegenstand publiziert haben; leider konnte ich die Arbeit in meiner Abhandlung nicht mehr verwerten, was ich aber später nachholen werde. Ein kleiner, vor kurzem erschienener Aufsatz von Dorn ist mir entgangen, doch ist er an einer versteckten und mir nicht zugänglichen Stelle erschienen. Zu meiner Freude ist Dorn bezüglich der von ihm untersuchten Kieselknollen des Erlanger Malm z.T. zu ähnlichen Resultaten gelangt wie ich. Ich habe unterdes auch die Kieselknollen des Muschelkalk und des Malm in den Bereich meiner Betrachtungen gezogen, welche im Prinzip auf dieselbe Genese wie die Feuersteine der Kreide zurückblicken. Auch für diese Untersuchungen stellte mir die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft Mittel zur Verfügung, wofür ich ihr herzlichst danke. Im Rahmen dieses Vortrages will ich die wesentlichsten Gesichtspunkte meiner Ansicht über die Entstehung der Kieselknollen in Kalken wiedergeben, wobei ich auf die Literatur, welche ich in meiner Arbeit eingehend berücksichtigt habe, nicht eingehe. ...