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Zur Petrographie und Entstehung der Peißenberger Pechkohle

Stach, Erich

Kurzfassung

Einleitung: Nachdem kürzlich von Robert Potonié eine erste Zusammenfassung der wichtigsten kohlenpetrographischen Arbeiten in Form einer ,Einführung in die allgemeine Kohlenpetrographie" erschienen und hierdurch eine gewisse Übersicht über den Stand und die Methoden dieses allerjüngsten Zweiges der Petrographie gegeben ist, dürfte es an der Zeit sein, die systematische petrographische Untersuchung der deutschen Kohlen in Angriff zu nehmen. Für die vorliegende monographische Bearbeitung wählte ich auf Veranlassung von Herrn Prof. Dr. B. Bärtling die bayerische Pechkohle, welche wegen ihrer eigenartigen Übergangsstellung zwischen Braunkohle und Steinkohle auf interessante sedimentpetrographische Ergebnisse hoffen ließ. Die Proben für die Untersuchung wurden mir in Form mehrerer ganzer Flözprofile durch verschiedene Flöze von dem derzeitigen Leiter des Oberbergamtes Peißenberg, Herrn Oberbergrat Umhau, in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt, wofür ich ihm auch an dieser Stelle meinen herzlichsten Dank ausspreche. In gleicher Weise möchte ich hier noch den Herren Prof. Dr. Bärtling, Prof. Dr. W. Gothan und Dr. E. Potonié danken für ihre verschiedentliche freundliche Unterstützung. Die ersten Versuche, die mikroskopische Textur der Kohle zu erkennen und zu deuten, gehen auf P. F. Reinsch, Fischer und Rüst und auf v. Gümbel zurück. Besonders letzterer hat die Untersuchungsmethoden verbessert und nicht nur mit Hilfe von Dünnschliffen gearbeitet; Gümbel hat auch gerade die bayerische Pechkohle mit den verschiedensten Methoden untersucht. Seine Ergebnisse, soweit sie mit den damaligen Mitteln zu erreichen waren, werden durch die nachfolgende Arbeit zum großen Teil bestätigt. Leider hat v. Gümbel die von ihm beobachteten Strukturen nicht photographiert, sondern gezeichnet, wobei natürlich viel Subjektives in die Abbildung mit hineinkommt. ...