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Das Auftreten der Gattung ,Ringsteadia- Salfeld" im unteren Malm der nördlichen Frankenalb.

Dorn, Paul

Kurzfassung

Von den Perisphincten trennt Salfeld eine Gruppe ab unter dem Namen ,Ringsteadia". Die innersten Windungen derselben sind typisch perisphinctoid, engnabelig und mit koronatenartigem Querschnitt. Letzterer wird auf den folgenden Windungen gerundeter. In diesem Stadium sind die Haupt- und Externrippen gleich stark; die Gabelung erfolgt jenseits der Flankenmitte. Daneben sind Schaltrippen vorhanden. Einschnürungen sind selten und von breiter und mäßig tiefer Beschaffenheit. Der Windungsquerschnitt wird späterhin hochmündig und engnabelig. Die Hauptrippen sind gegenüber den Sekundärrippen verstärkt, die Gabelung erfolgt auf oder jenseits der Flankenmitte. Die Rippen teilen sich in zwei bis fünf Äste, welche ohne Verwischung über die Externseite verlaufen. Später werden die Formen glatt unter Abschwächung der Rippen. Der Verlauf der letzteren von der Nabelkante an ist gerade, etwas schräg nach vorne, ohne jede weitere Vorwärtskrümmung an der Externseite, ähnlich wie bei den Proplanuliten. Die Externseite ist bei einzelnen Formen schneidend (Sphenoidform), bei andern mehr gerundet. Im Hinblick auf die Veränderungen, welche die Skulptur erleidet, muß die Aufstellung dieser Gattung als berechtigt anerkannt werden. Nach Salfeld bilden die Ringsteadien im nordwestdeutschen, englischen und nordfranzösischen Oberoxford ein wichtiges leitendes Faunenelement. In Nordostdeutschland konnte Salfeld ihr Vorhandensein nachweisen. Spärlich vertreten sind sie im schwäbischen Jura; hier stellt Salfeld einige der von Quenstedt abgebildeten Ammoniten zur Gattung Ringsteadia. Aus dem schweizer Jura ist ihr Vorkommen unbekannt, ebenso meines Wissens aus dem Frankenjura. Ich selbst besitze aus letzterem zwei Arten von Ringsteadien, darunter eine Ringsteadia pseudo-yo Salfeld aus dem oberen beta, welche der bei Quenstedt (T. 107, Abb. 2) abgebildeten gleicht. ...