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Nochmals zur Frage des Fusus trilineatus Sow. und Fusus multisulcatus Nyst

Gagel, C.

Kurzfassung

In seinem Aufsatz: Über das Verhältnis von Fusus trilineatus Sow. zu Fusus multisulcatus Nyst. (diese Zeitschr. 75, 1923, S. 190 ff.) behauptet Herr Paul Oppenheim, ,ich hatte mich bemüht nachzuweisen, daß der Fusus multisulcatus Nyst., den man bisher für eine charakteristische Form des Mitteloligocäns ... angesehen hatte, ... schon im untereocänen Londonton einsetze, und von dem aus diesen beschriebenen Fusus trilineatus Sow. nicht zu trennen sei" und verweist dabei ausdrücklich auf die ,ausführliche Wiedergabe dieses Vertrages (d. Zeitschr. S. 14-17)". Nun habe ich aber in meinem Vortrag keineswegs das nachzuweisen mich bemüht, was Herr Oppenheim hier mir unterstellt, sondern habe ziemlich genau das Gegenteil davon ausgeführt, wie an der betreffenden, von Herrn Oppenheim zitierten Stelle nachzulesen ist, und wie sich z. B. auch aus den zwei Seiten vorher (S. 188) gemachten Ausführungen von Herrn P. G. Krause ergibt. Ich habe in meinem Vortrag ausgeführt, und das war der Sinn und Zweck dieses Vertrages, daß eine Anzahl Vorkommen von angeblichem Mitteloligocän, (Finkenwalde, Schwarzenbeck, Jatznick usw.), die als solches auf Grund des angeblichen Fusus multisulcatus Nyst. bestimmt waren, nicht Mitteloligocän, sondern nach ihrer petrographischen Beschaffenheit sicher Untereocän wären und eben nicht den Fusus multisulcatus, sondern eine dem Fusus trilineatus Sow. nahestehende Form enthielten, ferner, daß es an diesen Stellen noch nicht gelungen wäre, durchgreifende Unterschiede zwischen diesen Füsws-Formen des (petrographisch und z. T. durch Brachyrenführung sicher bestimmten) Untereocäns und gewissen sehr ähnlichen Formen des Mitteloligocäns zu finden, daß es aber höchst wünschenswert wäre, festzustellen, ob solche Unterschiede doch vorhanden und ob sie stratigraphisch brauchbar wären! ...