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Beiträge zur Geologie des Frankendolomits.

Dorn, Paul

Kurzfassung

Wie das Problem des Dolomits im allgemeinen bis heute noch nicht völlig geklärt werden konnte, so harrt auch dasjenige des Frankendolomits im besonderen noch seiner Losung. Zwar wurde seit den Zeiten Leopold von Buchs oftmals an die Bearbeitung desselben herangegangen, allein ein befriedigendes, abschließendes Ergebnis brachte keine der Untersuchungen. Auch meine nun folgenden Ausführungen sollen nur Beitrage zur Lösung des Problems des Frankendolomits bilden. Eine restlose Klärung wird wohl erst nach Fertigkartierung all' der Blätter des Frankenjura zu erwarten sein. Das gesamte Problem des Frankendolomits kann man nach meinen Erfahrungen und Beobachtungen nur von zwei Gesichtspunkten aus lösen, einerseits vom stratigraphischen, anderseits - was freilich erst in zweiter Linie kommt vom genetischen. Eine genaue stratigraphische Untersuchung - soweit sie bei den gegebenen Verhältnissen möglich ist - wird uns in der Hauptsache zum zweiten Punkt und zum Ziel unserer gesamten Forschungen in dieser Beziehung führen: zu einer genetischen Erklärung. Solange jedoch die Diskussion über die Lagerungsverhältnisse des Frankendolomits in ihrer Gesamtheit noch nicht völlig abgeschlossen ist, werden genetische Überlegungen stets nur einen Teilerfolg aufweisen können und noch mancher Verbesserungen und Änderungen bedürfen. Ebenso wie auf dem Gebiete der beschreibenden Landschaftsformen man nicht so sehr auf deduktivem, denn auf induktivem Wege zu einem Ergebnis kommt, ebenso wird man das Problem des Frankendolomits und seine Genese restlos in der Hauptsache wohl nur auf induktive Weise lösen können. Unzählige Kleinbeobachtungen, wie sie der aufnehmende Geologe täglich außen im Gelände zu dutzenden machen kann, werden - zu einem Ganzen vereint - erst ein genaues Bild von der Geologie des Frankendolomits geben. Gelegentliche Beobachtungen aber auf vereinzelten Exkursionen können jedoch gerade hier nur zu leicht zu falschen Schlüssen führen. ...