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Studien über Mikrotektonik im schwäbischen Deckgebirge

Heermann, O.

Kurzfassung

Klufttektonische Untersuchungen im Vorland der schwäbischen Alb zwischen Hohenstaufen und Hohenzollern ergaben die Möglichkeit, das Kluftnetz in zwei Phasen seiner Anlage zu zerlegen. Ein älteres System, das unter einem nordsüdlich wirkenden Druck entstanden ist, steht im engsten Zusammenhang mit der ,Neckarlinie" und ihrer östlichen Fortsetzung zum Ries. Die jüngere Generation ist entstanden mit der Ausbildung des heutigen Schichstreichens und der Anlage der Filderbrüche. Eine dritte jüngste Generation tritt am Schwarzwaldostrand auf und klingt nach Osten zu im schwäbischen Deckgebirge aus. Die klufttektonische Analyse ergibt die Möglichkeit einer Festlegung der Phasenfolge in der Anlage des schwäbischen Bruchnetzes. Die genaue zeitliche Fixierung dieser Vorgange ist noch nicht möglich und bedarf der Verfolgung des Bruchnetzes in das Gebiet des Tertiärauflagers am Südrande der Alb.