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Der Eruptionsmechanismus im Ries

Löffler

Kurzfassung

Die von Löffler, Schäfle und Schuster untersuchten Aufschlüsse von der Aumühle bei Öttringen im Ries ermöglichen folgende Gliederung der Tuffabsätze: Der unterste Wannentraß ist von einem Schlottraß durchbrochen. Beide werden von einem dünnen Kalktonbänkchen überlagert, auf das wieder ein Wannentraß folgt. Darüber lagert eine etwa 25 cm mächtige Kalktonbank. Den Abschluß bildet ein weiterer Wannentraß. Es lassen sich also hier vier Phasen in der Ausbruchstätigkeit der vulkanischen Tuffe (= Suevite) unterscheiden. - Das Profil von Hainsfarth lehrt, daß unmittelbar nach den Tuffausbrüchen die obermiocäne Sinterkalktätigkeit einsetzt, daß also die Tuffe selbst auch in diese Obermiocänzeit fallen. - Der Tufförderung voraus geht aber die Bildung des Rieskessels, der Bunten Breschenmassen und der sog. Schleierdecke. Diese Schutt- und Trümmermassen umfassen mindestens 50 cbkm und entstammen dem Rieskessel. ...