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Die Thermometamorphose und ihre geologische Bedeutung

Breddin, H.

Kurzfassung

Während die Sande des Tertiärs und der Kreide des Niederrheingebietes und des westlichen Westfalens locker und die Tone plastisch geblieben sind, wurden die sandigen Gesteine der Trias und der Unterkreide des nordwestdeutschen Gebirgslandes durch kieseliges Zement regional zu Sandsteinen und die Tone zu nichtplastischen Schiefertonen verfestigt. Die ehemaligen Tone und Sande des rheinischwestfälischen Devons und Karbons stellen eine noch höhere Verfestigungsstufe dar: die Tongesteine sind zu widerstandsfähigen Schiefern, die sandigen Gesteine zu harten Quarzitsteinen und Grauwacken geworden. Diese regionalen Verfestigungsprozesse werden auf eine langandauernde Einwirkung von hohen Temperaturen und Drucken in größeren Rindentiefen zurückgeführt, in die die Gesteine durch Auflagerung jüngerer Sedimente gelangt sind. ...