Original paper

Eine Pseudoserpula aus dem Kieseloolithkies von München-Gladbach

Brockmeier, H.

Kurzfassung

Aus dem Kieseloolithkies der Kölner Bucht habe ich Bruchstücke von verkieselten Versteinerungen aus den verschiedensten Formationen, besonders aus dem Oberen Jura, in größerer Menge gesammelt. Neben Stielstücken von Seelilien, Muschelschalen (z. B. Ostrea, Alectryonia, Perna und Trigonia) und Schnecken (Turritella) gehören verschiedene Arten von Serpula zu den häufigsten Erscheinungen. Die Stücke von Serpula sind manchmal ringförmig, in der Regel aber länger, ohne in meiner umfangreichen Sammlung eine Länge von 4 cm zu überschreiten. Verschiedene Arten heben sich deutlich voneinander ab. Ein zylinderförmiges Röhrenstück (12 mm lang und 3 mm dick), das ich bei flüchtiger Betrachtung in der Kiesgrube für ein bis dahin nicht beobachtete Serpula gehalten hatte, erwies sich bei genauerer Untersuchung als das Stück eines Bohrganges aus einer Muschelschale. ...