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Aldingen-Denkingen-Gosheim-Dreifaltigkeitsberg-Spaichingen (Oberer Lias; brauner Jura; unterer weißer Jura; Morphologie)

Berz, K. C.

Kurzfassung

(Geogn. Karte v. Württ. Bl. Balingen u. Tuttlingen 1 : 50 000) Beim Durchfahren der Strecke Tuttlingen-Aldingen, die über die Talwasserscheide zwischen Faulenbach und Prim bei Balgheim führt, hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich zu überzeugen, daß auch noch jenseits dieser Wasserscheide bis Spaichingen das Bild des breit angelegten, tief in den Albkörper eingeschnittenen Talzugs dasselbe bleibt. Von Spaichingen an ändert sich dieses Landschaftsbild. Der nur auf der östlichen Primtalseite sich weiter fortsetzende, von Schichten des weißen Jura gebildete Albrand tritt mehr und mehr zurück und die Prim durchfließt in der Folge ein tiefer liegenderes, flachwelliges von Gesteinen des unteren Doggers, Lias, und Keupers aufgebautes Hügelland. Unterhalb des Bahnhofs Aldingen zeigt das Auftreten von Rotfärbung am tieferen Primtalgehänge an, daß hier bereits Knollenmergel ansteht. Der Bahnhof Aldingen selbst liegt im Lias-alpha. An dem jenseitigen Primtalgehänge ist von diesem aus deutlich das Einfallen der Schichten gegen Westen zu ersehen; darauf ist es in der Hauptsache zurückzuführen, daß die Schichten des Weißjura-beta, welche bei Aldingen und Spaichingen die höchsten Höhen krönen, bei Tuttlingen, das von letzterem nur etwa 14 km entfernt liegt, bereits in der Sohle und am tieferen Gehänge des Donautales anstehen. Auf dem Wege von Aldingen nach Denkingen ist von den Gesteinen des Lias selbst sehr wenig zu sehen; bebemerkenswert ist lediglich der Überblick über das flachwellige Liasvorland. Dagegen ist im mittleren Teil des Dorfes Denkingen der Posidonienschiefer durch einen Straßeneinschnitt sehr schön erschlossen; an dem von hier zum Wettbach führenden Weg sind die diesen unterlagernden Costatenkalke zu sehen. ...