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Gebiet des südöstlichen Riesrandes [Möttingen-Kl. Hühnerberg-Groß-Sorheim-Bock-Harburg-Brünnsee]

Schröder, J.

Kurzfassung

Eine Beschreibung des Weges mit einer Exkursionskarte im Maßstab 1 : 12 500 findet sich bereits in den ,Jahresberichten u. Mitteil. des Oberrhein. Geol. Vereins" Jahrgang 1925. Es seien daher hier nur solche Punkte hervorgehoben, die gelegentlich der Exkursion der Deutschen Geologischen Gesellschaft besondere Beachtung fanden, oder für deren Beurteilung sich seit der Abfassung jener Beschreibung (Sommer 1924) inzwischen neue Gesichtepunkte ergeben haben. Die Exkursion führte zunächst bei Klein- und Groß-Sorheim zu einigen jener Erhebungen innerhalb des Rieskessels, die hier im Südosten in einer meist schmalen Zone den Riesrand konzentrisch bogenförmig begleiten. Sie bestehen fast durchweg aus Weißjura und zeigen noch so weitgehende Regelmäßigkeit in ihrem Aufbau, daß zur Erklärung der heutigen Lagerungsverhältnisse die Annahme von vertikalen Bewegungen in der Hauptsache ausreicht. Die ursprünglich mehr oder weniger geschlossene Sediment decke wurde hier in der Nähe des südöstlichen Riesrandes bei dem Vorgang der Riesentstehung emporgehoben und dabei in Teilschollen zerbrochen, welche zu einem Teile an Ort und Stelle wieder niedersanken und - unter annähernder Wahrung der horizontalen Lagerung - lediglich in eine verschiedene relative Höhenlage zueinander gerieten. Daß diese periphere Weißjura-Schollenzone entlang des Riesrandes auf die südliche Hälfte des Rieskessels beschränkt ist, erklärt sich zwangslos aus dem Verlauf des Albtraufes zur Zeit vor der Entstehung des Rieses. ...