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Über Salztektonik

Fulda, E.

Kurzfassung

Nach den Untersuchungen von Geller geraten die chloridischen Salzmineralien bei Anwendung von Drücken von einigen tausend Atmosphären in eine Fließbewegung. Der Belastungsdruck des Deckgebirges in Mittel- und Norddeutschland hat demnach nicht ausgereicht, um die Salzmassen des Oberen Zechsteins zum Fließen zu bringen. Nach den Anschauungen von Quiring entstehen bei dem Abkippen von Schrägschollen an den abgesunkenen Schollenrändern tangentiale Drücke. Diese müssen um so größer sein, je starker die Neigung der Schrägscholle ist. In Mitteldeutschland beträgt der Neigungswinkel des subsalinaren Untergrundes im Werragebiet 1 Grad 30 Minuten, im Südharzgebiet 2 Grad 30 Minuten, im oberen Allertal 4 Grad 40 Minuten. ...