Original paper

Über diluviale Frostspalten bei Saarbrücken.

Kessler, Paul

Kurzfassung

Unmitttelbar nördlich des Dorfes Bischmisheim bei Saarbrücken liegt in einem Seitentälchen des Grumbachtales ein Steinbruch im Voltziensandstein, der nicht nur eigentümliche Tierreste geliefert hat und ein gutes Profil durch den Voltziensandstein bietet, sondern auch sonst allerhand Interessantes zeigt. Oktober 1926 habe ich beistehende etwas schematisierte Profile an der Westwand des Bruchs aufgenommen. Profil 1 liegt etwas tiefer, Profil 2 etwas höher an dem nach Norden sich senkenden Hange. Das als Sandstein angegebene Gestein ist ein ganz normaler Voltziensandstein in seinen verschiedenen Abarten. Die jetzt mit Trockenmauer zugesetzten Klüfte waren September 1926 noch offen und zeigten eine lockere Füllung aus zerriebenem Sandstein und Letten. Das als sandiger Letten (mit Sandsteinbrocken) bezeichnete Material ist vorwiegend sandig und zeigt nur in seinem oberen Teil, und auch da nur stellenweise, Andeutung mehr oder minder horizontaler Schichtung, während es sonst so aussieht, wie man sich etwa eine Lokalmoräne aus Voltziensandstein vorstellen würde; Bruchabraum aus Voltziensandstein sieht ganz anders aus, von jetztzeitlichem Gehängeschutt ist der Zustand des Materials wie seine Lagerung durchaus abweichend. Das Problem der Stelle bieten die auf Abb. 2, Mitte, dargestellten Klüfte, die bis mehr als 2 m breit die ganze etwa 3 m mächtige Sandsteinbank durchsetzen, ohne mit merkbarer Breite in die nächsttiefere Sandsteinbank sich zu erstrecken. Diese zeigt nur mehr ganz schwach geöffnete Klüfte. Die gegenüberliegenden Bänder aller von mir hier beobachteten Klüfte entsprechen in allen Einzelheiten einander, auch dann, wenn die Klüfte noch so breit klaffen. ...