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Beiträge zur Kenntnis der Visingsöformation.

Evert Ewetz, Carl

Kurzfassung

Seit vielen Jahren habe ich mich für die Geologie des Wetternseegebietes interessiert. Da ich vor einigen Jahren nach Jönköping versetzt wurde, bot sich mir eine vortreffliche Gelegenheit, die Visingsöformation zu untersuchen. Im Sommer 1922 gelang es mir auch, mit einer Unterstützung aus dem Visingsöer Schulfond, Gegenden zu besuchen, die ich früher nicht gesehen hatte. Trotzdem ich meiner Erwerbsarbeit wegen noch nicht so weit gekommen bin, mein gesammeltes Material endgültig zu bearbeiten und außerdem meine Arbeit über einige Zonen nicht abgeschlossen habe, möchte ich indessen die Veröffentlichung dieses Auffatzes nicht aufschieben; derselbe ist daher in gewissen Punkten vorläufiger Natur. A. G. Nathorst gibt in seiner Arbeit: ,Om de äldre Sandstens och skifferbildningarna vid Vettern" 1879, eine ziemlich vollständige Übersicht über die ältere Literatur. Später hat G. Holm in seinem Aufsatz über: ,Vettern och Visingsöformationen" 1885, eine noch vollständigere Zusammenstellung veröffentlicht. Nathorst hat mit großer Bestimmtheit behauptet, daß die Formation präkambrischen Alters sein muß. Daß Hisinger die Formation zum Keuper rechnete, beruht wohl auf der petrographischen Ähnlichkeit der Formationen mit Keuperablagerungen in Deutschland. Nathorst hat früher als Holm auf die Ähnlichkeit zwischen dem Keuper Schönens und dem Sandstein des Gerabaches nördlich von Grenna hingewiesen, jedoch ohne von seiner früher erwähnten Ansicht über das Alter der Visingsöformation abzuweichen. Nathorst hat außerdem hervorgehoben, daß die roten und grünen glimmerreichen Schiefer nördlich von Grenna an die devonischen Liefdebay-Schiefer Spitzbergens erinnern. ...