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Geschichtlicher Überblick über die geologische Erforschung des Harzes

Ffliegel

Kurzfassung

Er weist dabei zunächst auf die alte Bedeutung Goslars in der bergmännischen Welt mit seinem seit rund 1000 Jahren urkundlich nachgewiesenen Erzbergbau am Rammelsberge hin, andererseits auf die ,Goldene Meile" von Goslar. Daß hier in dichtem Umkreise fast die Gesamtheit der geologischen Formationen auf einen Raum, enger fast und jedenfalls anschaulicher als ein Lehrbuch, zusammengedrängt sei, präge sich auch in den neueren geologischen Karten der Gegend aus, da noch nirgends in der Welt solche größeren Maßstabes in einer solchen Mannigfaltigkeit der Farben und mit einer solchen Vielzahl von Farbenplatten gedruckt worden seien, wie im Harz. Er schildert dann aus dem Ende des 18. Jahrhunderts die Bedeutung v. Trebra's und Lasius' für die geologische Kenntnis des Harzes und würdigt eingehender den Göttinger Mineralogen Hausmann, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Ergebnisse langjähriger Beobachtungen, über den Harz erstmals zu einem Gesamtbilde vereinigt hat. Dann fährt er fort: Soviel richtige Beobachtung in alledem steckt, sowenig enthält die ältere Literatur über die Fragen, die uns jetzt seit Jahrzehnten bewegen, das ist die stratigraphische Gliederung der Schichten im Harzkerngebirge. Murschison und Sedgwick hatten in ihren klassischen Studien über die paläozoischen Schichten Englands und des Kontinentes in den 30er Jahren auch den Harz gestreift und erstmalig in ihm geologische Formationen im heutigen Sinne unterschieden; zum Silur stellten sie den Quarzit des Acker-Bruchberges und die Grauwacke des Kammeisberges (das ist der Kahleberg-Sandstein), zum Devon den Kalk des Iberges und die Schiefer der Goslarer Gegend, zum Kulm die Sandsteine und Schiefer der Klausthaler Hochfläche, wobei dieser teils als devonisch, teils als karbonisch angesprochen wurde. ...