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Die erdgeschichtlichen Bewegungen während des Paläozoikums in Dänemark und im südlichen Schweden.

Klähn, Hans

Kurzfassung

Die folgenden Darlegungen beruhen auf den Untersuchungen von Nathorst, Hennig, Deecke, Grönwall, Milthers und des Vortragenden und wurden in einer weiteren Kreisen nicht zugänglichen Zeitschrift in einem anderen Zusammenhang gedruckt. Kurz zusammengefaßt ergibt sich: Bornholm und Schonen, auf der Grenze von Stilles Fennosarmatien und Saxonien gelegen, zeigen im Grundgebirge und innerhalb paläozoischer Sedimente eine Reihe epirogenetischer und orogenetischer Erscheinungen. Das Präkambrium ist orogen; in dieser Zeit werden magmatische Gesteine gefördert; präkambrisch, auf jeden Fall sehr alt, ist auch die Anlage der von mir als ,Egby-Linie" bezeichneten, SO-NW streichenden Störung auf Bornholm, welche sich in Schonen über den Ringsee fortsetzt. Während der unteren Abteilung des Kambriums macht sich eine allmähliche Senkung bemerkbar, doch ist diese nicht bedeutend, nimmt aber immer mehr zu, indem der Detritus immer feinkörniger wird. Am Ende der Abteilung werden die ,Grünen Schiefer" sedimentiert, welche deutlichen Sedimentationsrhythmus zeigen. Im mittleren Kambrium findet zunächst Hebung statt (Phosphoritsandsteine, Gerölle), dann Senkung (Exsulanzkalke, Alaunschiefer mit Parad. Tessini), dann Hebung (Phosphoritgerölle) mit darauffolgender Senkung (Andrarumskalk, Alaunschiefer). Im oberen Kambrium geht die Senkung weiter, und zwar bis zum Absatz der Dictyograptusschiefer. Während des unteren Silurs wird zunächst eine dünne Phosphorit-,Konkretions"-Lage gebildet, welche eine beginnende Hebung auf Bornholm anzeigt. In dieser Zeit nat wohl Schonen tiefer unter Wasser gelegen, denn hier werden der Ceratopygekalk und die unterem Didymograptusschiefer abgelagert. ...