Original paper

Über die Hautbedeckung der Archegosauridae and Actinodontidae.

Broilli, F.

Kurzfassung

Das Material, an welchem die hier niedergelegten Beobachtungen angestellt wurden, verdanke ich der Freundlichkeit von Herrn A. Bode in Clausthal, dem ich dafür auch an dieser Stelle meinen herzlichsten Dank zum Ausdruck bringen möchte; dieser gilt nicht weniger Herrn cand. rer. mont. R. Scherer, der mir über den Fund einige Aufschlüsse geben konnte. Es handelt sich um mehrere Platten mit Stegocephalen-Resten, die im Unterrotliegenden (den unteren Kuseler Schichten) der Ziegelei Concordia bei St. Wendel im Saargebiet gefunden und der Bergakademie Clausthal zum Geschenk gemacht wurden. Die Knochen liegen auf der Schichtfläche eines graugelben Tonschiefers und haben durch Brauneisenerz die charakteristische limonitische Färbung erhalten. Die größte Platte wird von dem Schädel und den hauptsächlichsten Teilen des Rumpfes eines Individuums bedeckt. Vom Kopf zeigt sich das Schädeldach überwiegend nur im Abdruck, nur einzelne Knochenfragmente sind hier haften geblieben; der meiste Teil derselben hat sich aber auf einer kleinen Gegenplatte, deren Größe ungefähr dem Schädel entspricht, erhalten. Das Tier ist offenbar im Stadium des Zerfalles eingebettet worden, da die einzelnen Skeletteile nicht mehr ihren ursprünglichen Zusammenhang gewahrt haben und sehr disloziert sind. So ist der linke fragmentäre Unterkiefer nach hinten gerichtet und die ebenso beschaffene, gleichfalls exartikulierte rechte Mandibel wendet sich in einem nahezu rechten Winkel nach der Seite. Die Wirbelsäule ist nach rechts geschoben und noch weiter über sie hinausgerückt liegen Teile des ,Kehlbrustpanzers" und das diesem auch ursprünglich angeschlossene Gastralskelett, dessen pfriemenartige Stäbchen im übrigen durch die Seitenverschiebung in ihrer Anordnung kaum gestört sind....