Original paper

Über Ammonicrinus aus dem Mitteldevon der Eifel.

Krause, Paul Gustaf

Kurzfassung

Seit Jahren bewahre ich unter meinen umfangreichen Aufsammlungen aus dem Mitteldevon der Eifel bzw. der Sötenicher Mulde ein eigenartiges Fossil auf, das bisher nicht seines gleichen hatte und daher einstweilen als ein Problematikum gelten mußte. Ich fand es seinerzeit, als ich das Sötenicher Profil) Schicht für Schicht in allen Einzelheiten aufnahm und den jedesmaligen Fossilinhalt, soweit es irgend möglich war, aufsammelte. Die Schicht, in der das fragliche Fossil lag, ist eine in der von mir als Atrypamergel bezeichneten Zone, die beim Bruchmeisterhäuschen am Eingang zu dem großen Wachtbergbruch anstehen. Sie nehmen ungefähr die Lage im Profil ein, in der die hier fehlende Crinoidenzone zu erwarten wäre, die nach meinen Beobachtungen in der Eifel aber nicht horizontbeständig ist, sondern durch seitliche Wanderung zeitlich sich ungleichwertig erweist. Obwohl ich zu wiederholten Malen nach dieser Entdeckung auf das eingehendste die betreffende Fundstelle absuchte, wollte es nicht gelingen, ein zweites Stück zu finden. Ebensowenig hatte ich damit an entsprechenden Stellen anderer Mulden und anderer Profile Glück. Auch in öffentlichen und privaten Sammlungen, die ich im Laufe der Zeit daraufhin durchmusterte, kam kein solches Stück zum Vorschein. Endlich konnten auch die altbewährten Sammler bzw. Händler, vor allem der inzwischen verstorbene Rektor Dohm in Gerolstein, durch dessen Hände ja in langen Jahren ein riesiges Material Eifeler Fossilien gegangen war, sich nicht erinnern, jemals einen solchen Fund gemacht zu haben. Gleichwohl gab ich die Hoffnung nicht auf, daß doch noch eines Tages sich neues Material finden würde, das mir dann erlauben würde, unter Anwendung verschiedener Präpariermethoden den Aufbau und die Natur des Stückes klarzustellen. ...