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Überblick über die Salzlagerstätte des Werra-Kalireviers und Beschreibung der Schächte ,Sachsen-Weimar" und ,Hattorf"

Dietz, C.

Kurzfassung

Einführung: Das kaliführende Gebiet des Werrareviers wird im Nordosten vom Thüringer Walde im Norden vom Richelsdorfer Gebirge und im Süden von der Rhön eingeschlossen. Eine Begrenzung nach Westen ist nicht möglich, da nach dieser Richtung hin die Kalilager zu tief absinken, so daß hier keine Bohrungen mehr gestoßen worden sind, die Aufschluß über die Zusammensetzung des Salzgebirges geben könnten. Die nächsten Bohrungen in dieser Richtung liegen bei Oberstoppel, die zwar noch Salz erschlossen haben, dagegen ist das normale Profil der Werra-Kalisalzlagerstätte hier nicht mehr vorhanden. Auch nach der Rhön zu sinken die Kalilager in beträchtliche Tiefen hinab, so daß das Hauptfeld der Aufschlußtätigkeit auf das Gebiet des Buntsandsteins nördlich der Rhön beschränkt bleibt. Mit einer Anzahl von Schächten, die über das umgrenzte Gebiet verstreut liegen ist die Erschließung der Salzlagerstätte in Angriff genommen worden. Diese Werke haben infolge der normalen Lagerung und der guten Beschaffenheit ihrer Kalisalze für den produktiven Betrieb eine hohe Bedeutung erlangt. Gegenüber den Salzhorsten Hannovers haben die regelmäßig entwickelten Lagerstätten des Südharzes und des Werragebietes in geologischer Beziehung erst spät eingehende Bearbeitung gefunden, da die auffällige Tektonik der Aufpressungshorste in den letzteren Gebieten nicht in dem ausgeprägten Maße vorhanden ist. Bei den regelmäßigen Lagerstätten treten dagegen neben der nur teilweise komplizierten Tektonik noch eine Reihe anderer Erscheinungen in den Vordergrund, durch die das Salzgebirge beeinflußt worden ist. In folgendem sollen daher neben der Beschreibung der normalen Verhältnisse im Werragebiete vor allem die Unregelmäßigkeiten in der Salzfolge kurz behandelt werden, um einen Überblick über den Aufbau und die Zusammensetzung der Kalisalzvorkommen zu gewähren. ...