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Erdbeben und Gebirgsbau im östlichen Mittelmeergebiet

v. Seidlitz

Kurzfassung

Die Erdbeben, die in den Jahren 1926, 1927 und 1928 das östliche Mittelmeergebiet und die Umgebung des Ägäischen. Meeres heimsuchten, zeigen in ihrer makroseismischen Verbreitung, die z. T. bis nach Oberägypten und nach Apulien reicht, derart charakteristische Beziehungen zum tektonischen Großschollenbau, daß man sie zur Analyse der z. T. nur unvollständig bekannten Gebirgszusammenhänge mit Erfolg heranziehen kann. Das Palästinabeben (1927) scheint nur das eigentliche östliche Mittelmeer bis zur Linie Luxor-Alexandria-Rhodos betroffen, das Levantebeben (Rhodos 1926) sich aber bis zu den syrischen Brüchen östlich und westlich bis an die Linie Luxor-Kreta-Jonische Inseln ausgebreitet zu haben. ...