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Der Küstenschutz an der samländischen Steilküste und die Bohrungen längs des Ostseestrandes

von Wichdorff, H. Hess

Kurzfassung

Die 30-60 m hohe bewaldete Steilküste des ostpreußischen Samlandes ist seit altersher starken Uferabbrüchen ausgesetzt, die in neuerer Zeit häufiger und in größerem Ausmaße auftreten. Die Nordseite der samländischen Steilküste, namentlich zwischen Warnicken, Georgenswalde und Rauschen, besteht oben aus einer wechselnd mächtigen Diluvialdecke vorwiegend von Geschiebemergel. Darunter folgen miozäne Ablagerungen von Quarzsanden, schwachen Braunkohlen- und Lignitflözen, wechsellagernd mit zwei bis drei braunen und grauen fetten Tonbänken. Am Sockel der Steilküste treten Grünsande des Unteroligozäns auf mit dem Bernsteinhorizont der blauen Erde in tieferen Lagen. ...