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Brüche und Porphyreffusionen im östlichen Erzgebirge.

Moesta, Georg

Kurzfassung

Allgemeiner Überblick: (Tafel III.) Im östlichen Erzgebirge treten die Porphyre als Gänge und Decken eindrucksvoll in Erscheinung. So zeigt uns das Kartenbild einen aus der Gegend von Sayda auf das Elbtalschiefergebirge zulaufenden etwa 35 km langen Schwärm von Porphyrgängen (Porphyrgangschwarm von Sayda-Berggießhübel). Die Gänge dieses Schwarmes haben in ihrer Allgemeinheit etwa nordöstliches, Streichen. Ein Gang überflügelt alternierend seinen bzw. seine Nachbarn, um dann ebenfalls wiederum überflügelt zu werden. Wo die Gänge dieses Schwarmes mit der Decke des Teplitzer Porphyrs zusammentreffen, unterfahren sie diese, um wie z. B. bei Ammelsdorf, am anderen Rande der Decke wieder aufzutauchen. Ebenso gleichmäßig werden die Gänge des Sayda-Berggießhübeler Porphyrgangschwarmes an allen Stellen, wo sie an Granitporphyre grenzen, von diesen abgeschnitten, wie z.B. bei Frauenstein, Reichstadt und an der Linie Dippoldiswalde-Graupen. Ein anderer kleinerer Zug von Porphyrgängen läuft aus der Gegend von Mückenberg in nordöstlicher Richtung auf Peterswald zu (Mückenberg-Peterswalder Gangzug). In der Gegend nordwestlich von Peterswald verbreitert sich dieses System und vereinigt sich mit dem beschriebenen großen Gangschwarme, indem sich von beiden Systemen einzelne Gänge nähern. Die an der Linie Graupen-Dippoldiswalde mit dem Granitporphyr zusammentreffenden Gänge des Mückenberg-Peterewalder Gangzuges werden ebenfalls von diesem abgeschnitten. Außer den genannten allgemeint NO streichenden Hauptschwärmen treten in dem zu untersuchenden Gebiete auch allgemein NW streichende Porphyrgänge auf. Nur wenige an Zahl, fallen sie vor allem durch den etwa 25 km langen sogenannten Bobritzscher Porphyrgang auf, welcher sich aus der Gegend von Frauenstein bis fast nach Großschirma (nordwestlich Freiberg) erstreck. ...