Original paper

Notiz über einige Fossilien aus dem Oberkarbon von Westeuropa.

Lebedew, N.

Kurzfassung

Bei meiner Durchsicht der paläontologischen Sammlungen der Preußischen Geologischen Landesanstalt erregten einige Fossilien meine besondere Aufmerksamkeit, die von Bedeutung für die Parallelisierung des russischen Karbons mit dem Westeuropas sind. Diese Formen aus dem russischen Karbon sind von W. Pogodina beschrieben (10, 15). In der Gruppe des Pterinopecten sind zwei Arten zu unterscheiden: Pterinopect. papyraceus Sow. und Pterinopect. sub papyraceus Vern. Außerdem sind eine Varietät (var. A) der ersten Art und zwei Varietäten (var. A und var. B) der zweiten Art ausgeschieden. Ihre vertikale Verbreitung wird mit der Westfälischen Stufe begrenzt; dabei sind einige von ihnen auf bestimmte geologische. Horizonte beschränkt: Pterinop. papyraceus (Typus) auf die Unterstufe C12a, Pterinop. papyraceus var. A auf die Unterstufe C12c, Pterinop. subpapyraceus (Typus) auf die Unterstufe C22b, C22c, Pterinop. subpapyracetis var, A auf die Unterstufe C22b, C22c, Pterinop. subpapyraceus var. B auf die Unterstufe C22c. Die Beschreibung dieser Formen (verkürzt) gibt Pogodina folgendermaßen: Pterinopecten papyraceus Sow. In der westeuropäischen Literatur ist diese Art in den verschiedenen Zonen des Oberkarbons und sogar aus dem Culm angegeben. In der russischen Literatur ist noch eine ihr nahe Form Pterinop. subpapyraceus Vern. (1) erwähnt, die in eine höhere Zone als Pterinop. papyraceus (Typus) gehört (aus den Unterstufen C22b, C22c). Die Exemplare dieser beiden Formen und ihrer Varietäten aus den verschiedenen Zonen zeigen auch verschiedene Merkmale. Pterinop. papyraceus (Typus) (Abb. 1) charakterisiert sich durch dünne Radialrippen, durch fast gerade (90°-92°), zuweilen sogar durch scharfe Ecken des hinteren Ohres (durch das Vorhandensein des Sinus). Die Angabe von Goldfuss (3), daß die Radialrippen bei Pterinop. papyraceus sich verdoppeln, wird durch unsere Exemplare nicht bestätigt. Die Vergrößerung der Zahl der Radialrippen entsteht immer durch Einschiebung neuer, was auch von anderen Verfassern bestätigt wird. ...