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Beiträge zur Geologie der Sierren zwischen Granada und Malaga (Andalusien).

v. Klebelsberg, R.

Kurzfassung

In der breiten Senke südlich Granada endigt die Sierra Nevada (3481 m). Sie findet westwärts keine entsprechende Fortsetzung. Die Verberge südlich der Sierra Nevada hingegen (Sierra Contraviesa 1493 m, Sierra de Lújar 1895 m) setzen sich, nach der üblichen Darstellung der Karten, in einer Reihe ähnlich hoher oder wenig höherer Ketten, die meist mit den - im einzelnen verschieden angewandten - Namen Sierra de Almijara, Sierra Tejeda, Sierra de Alhama belegt erscheinen, an 50 km weit nach WNW fort. Dann folgt, westlich Alhama und im Becken von Zafarraya, ein ganz andere geartetes, großenteils aus Jurakalken aufgebautes Gebirge, wie es östlich Alhama fehlt. Es setzt mit seinem Hauptkamme die Sierrenreihe nach Westen fort in die Sierra del Torcal (1333 m) und die Sierra de Abdalagis (1186 m), ans Guadalhorce-Knie bei Antequera; dort schwenken die Ketten nach SW, gegen Ronda, ab. Das Jurakalk-Gebirge, das hier orographisch die Fortsetzung der südlichen Vorberge der Sierra Nevada übernimmt, gehört geologisch mit den ,subbetischen" Vorbergen nördlich (NW) der ,betischen" Sierra Nevada zusammen, die dort mit den Sierren Harana, Elvira. Parapanda an den Band der weiten Senke von Granada herantreten. Mit der Sierra Nevada und ihren südlichen Vorbergen wird der Zug der Sierra de Almijara - Sierra, Tejeda als ,betisch" betrachtet im Gegensatz zu dem ,subbetischen" Gebirgsgebiet nördlich davon, das jedoch am Südrande des Beckens von Zafarraya in die orographische Fortsetzung des betischen eintritt. Die Sierra Nevada, die Berge am Guadalhorce-Knie und ihre Fortsetzung gegen Ronda und das Gebirge nördlich von Granada sind in neuerer und neuester Zeit Gegenstand geologischer Untersuchungen H. A. Brouwer's, M. M. Blumenthal's, B. Douvillé's gewesen. Die Gebiete zwischen Alhama und Antequera hingegen haben seit der grundlegenden Darstellung durch D. De Orueta und J Gonzalo Y Tarin auf Blatt 14 der Mapa geológico de España (1877 1880) und seit den Aufnahmen M. Bertrand's und M. Kilian's keine umfassendere Bearbeitung mehr erfahren. Von kleinen Gebietsteilen handeln die Aufsatze F. G. Llueca's und J. Carandell's im Exkursionsführer (Excursión A-5, S 75-86, bzw. 87-100, mit geologischer Karte 1 : 400 000) zum Madrider Geologenkongreß 1926. ...