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Spiriferidae aus dem Karbon des Donetzbeckens und einiger anderer Gebiete von Rußland.

Lebedew, N.

Kurzfassung

Als Material für diese Arbeit dienen die Aufsammlungen, welche von mir bei den systematischen Untersuchungen des Donetzbeckens in den Jahren 1892-1894 und bei meinen späteren Fahrten dahin, hauptsächlich in dem südlich der Haupt-Antiklinale gelegenen Teile des Beckens, gemacht wurden. Ferner konnte ich das paläontologische Material benutzen, welches von den Herren N. Wysozky, A. Derschawin, A. Sajtzew, A. Krasnopolsky, A. Meister und Th. Tschernyscheff im Unterkarbon des Urals und Westsibiriens gesammelt wurde. Außerdem hatte ich die Gelegenheit, die paläontologischen Sammlungen des Leningrader Berginstituts (unter anderem auch die Sammlungen aus dem Moskauer Becken) und des Leningrader geologischen Comités kennen zu lernen. Endlich benutzte ich das umfangreiche Vergleichsmaterial, welches im Museum des geologischen Kabinets des Berginstituts zu Dnepropetrowsk von vielen Fundorten des Karbons in Europa, Asien und Amerika vorhanden ist. Für die Klärung der gegenseitigen Beziehungen zwischen vielen Arten war mir die Besichtigung der Karbonsammlungen der westeuropäischen Müssen wichtig, vor allem der Sammlung der Preußischen Geologischen Landesanstalt zu Berlin, des Museums für Naturkunde zu Berlin, der Museen der geologischen und paläontologischen Institute der Wiener Universität, des naturhistorischen Hofmuseums und des Museums der geologischen Bundesanstalt zu Wien, des Museums für Bergbau und Hüttenwesen zu Berlin, des Musée Royal d'Histoire naturelle de Belgique in Brüssel, des Musée d'École des mines und des Musée d'Histoire naturelle in Paris. Bei der Bearbeitung meines obengenannten Materials aus dem Karbon habe ich mit den Brachiopoden angefangen, da diese in besonders großer Zahl Leitfossilien liefern, deren Verbreitung uns eine wenigstens vorläufige Antwort auf verschiedene stratigraphische und paläontographische Fragen gibt. Auf diese Weise hoffe ich die Entscheidung der Grundfragen, welche sich auf die Geologie des Donetzbeckens beziehen, und die bis jetzt in der wissenschaftlichen Literatur in vollem Maße noch nicht berührt sind, beschleunigen zu können. Bei der Veröffentlichung dieses Aufsatzes bin ich von meinen Kollegen, Herrn Dr. L. V. Zur Mühlen und Herrn Dr. W. Paeckelmann, unterstützt worden, wofür ich ihnen mit großem Vergnügen meine Dankbarkeit ausdrücke. ...