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,Tiefbohrungen auf Wasser in Baden".

Schnarrenberger, C.

Kurzfassung

Die große Steigerung des Wasserverbrauchs auch auf dem Lande, der gegenüber dem Ende des vorigen Jahrhunderts überall auf das Doppelte gestiegen ist, drängt zur Ergänzung der Quellwasserversorgung durch Pumpwerke. Von den zwei Hauptwegen der Wassergewinnung aus der Tiefe ist die aus der Schotterfüllung der großen Flußtäler die einfachste und führt fast ausnahmslos zum gewünschten Erfolg. Die Tiefbohrung in die als zerklüftet und wasserführend vorausgesetzten Gesteine der Trias oder des Jura hat mehrfach zu Fehlschlägen geführt, so daß in der flachen Triaslandschaft, besonders im Keuper, anderes Vorgehen angezeigt war. Flache Bohrungen unter die schützende Lehmdecke der Aue haben selbst im Keupergebiet noch Erfolge gebracht. Sandige und kiesige unterste Talfüllungen sind auch hier noch vorhanden und führen Wasser.