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,Zur Bleichung rotliegender Sedimente durch Vanadinverbindungen".

Schreiter, R.

Kurzfassung

In den Jahren 1925 (Cbl. f. Min.) und 1927 (Jahrb. Berg- u. Hüttenwesen in Sachsen) habe ich über rundliche, stark vanadinhaltige schwarze Kerne berichtet, die in bestimmten Tiefen des Heinrichschachtes bei Lugau im Erzgebirge auftreten. Diese Kerne, die von helleren, graugrünen Zonen umgeben sind, enthalten bis zu 20% an Vanadiumoxyden. Die Untersuchungen wurden allmählich auf die Schieferletten des Rotliegenden von Lugau, Ölsnitz und Zwickau im Erzgebirge und von Potschappel, Zaukerode und Burgk ausgedehnt. Dabei zeigt sich daß die bisher in der Literatur beschriebenen oder in den Sammlungen vertretenen Kerne nicht aus Kohle, sondern aus Vanadinoxyden bestehen. In meinen zitierten Abhandlungen habe ich die hellen Bleichungsringe als Reduktionserscheinungen gedeutet, wobei die niederen Oxydationsstufen des Vanadiums sich in höhere bis zur Bildung von V2 O5 verwandeln. In neuerer Zeit haben Stremme und Goguel nachgewiesen, daß man nicht allgemein die rote Farbe der Schieferletten auf einen höheren Gehalt an Fe2 O3 und die graugrüne Farbe auf einen höheren Gehalt an Fe O zurückführen darf. ...