Original paper

,Zum Bau der Montagnola Senese".

Tilmann, N.

Kurzfassung

Ähnlich wie in den Apuaner Alpen und am Monte Pisano hat die Schichtfolge der Montagnola Senese sehr verschiedene Deutung erfahren. Besonders umstritten ist die Stellung der Marmore, die hier in gleicher Mannigfaltigkeit wie in den Apuaner Alpen auftreten. Lotti hält den ganzen metamorphen Komplex für Trias, da der Calcare cavernoso der oberen Trias ihn überlagert. Spärliche Fossilfunde bestimmten Fucini den Marmor für Unterlias anzusprechen. Vinassa De Regny folgert gleiches aus dem Auftreten von Portoro-Kalk der oberen Trias unter dem Marmor. Der überlagernde Calcare cavernoso ist nach ihm das normale nicht metamorphe Äquivalent des Marmors, nach Fucini dagegen unterste Kreide (Ob. Wealden), die normal auf der metamorphen Schichtfolge lagert. Alle Forscher hielten bisher die Schichtfolge für einheitlich; der Bau besteht aus z. T. überkippten Falten, die einzelnen Schichtglieder zeigen starke Mächtigkeitsschwankungen, die vielleicht tektonisch bedingt sind. ...