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,Tektonische Stauseen im Niederrheingebiet".

Breddin, H.

Kurzfassung

Mit Hilfe der Flußterrassen, die hier in großer Zahl und Ausdehnung erhalten geblieben sind, lassen sich im Niederrheingebiet junge Bodenbewegungen besonders gut verfolgen. Sämtliche Terrassen, besonders die höher gelegenen aus dem älteren Diluvium stammenden, fallen viel stärker nach Norden ein, als der Spiegel des heutigen Rheins. Schon vor Jahren hat man daher angenommen, daß das Niederrhein- und mit ihm das Mittelrheingebiet während der Diluvialzeit durch tektonische Vorgänge schräggestellt worden und dadurch im Norden abgesunken, im Süden aber herausgehoben worden ist. Zwischen dem Rheinmündungsgebiet in Holland und dem südlichen Teil des Rheinischen Schiefergebirges beträgt die seit der Hauptterrassenzeit (die Hauptterrasse ist die bedeutendste Schotterterrasse des Rheins und am Ende der älteren Diluvialperiode entstanden) eingetretene Verbiegung 350-400 m. Die Kippung der jüngeren Talstufen, der Mittelterrassen, ist weniger bedeutend. ...