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Stratigraphisch-faunistische Untersuchungen im Flözleeren der Gegend von Hagen, Hohenlimburg, Hörde, Iserlohn und Menden.

Hahne, Carl

Kurzfassung

Das Flözleere Westfalens ist bis auf die heutigen Tage das Stiefkind den dort auftretenden Formationsstufen gewesen. Wahrend sowohl das unter ihm liegende Unterkarbon und ganz besonders die aber ihm liegenden Schichten des Produktiven Karbons verhältnismäßig gut durchgearbeitet sind, ist das Flözleere, stets auffällig vernachlässigt worden. Das hat seine Gründe in dem Mangel an gut bestimmbaren Fossilien und dem Fehlen geeigneter Aufschlüsse in diesem nicht mehr durch den Bergbau aufgeschlossenen Gebiet. Der Mangel an Fossilien veranlaßte die meisten Bearbeiter (Krusch, Fuchs, Henke, Lotz, Bärtling) eine im wesentlichen auf petrographischen Gesichtspunkten beruhende Gliederung zu versuchen. Zuerst war es Krusch, der 1904 in seiner ,Stratigraphie und Tektonik der Gegend von Dortmund und Witten" eine petrographische Gliederung aufstellte. Er unterschied: III. Die Hangenden, bunt verwitternden, sehr milden Schiefertonschichten, welche unmittelbar im Liegenden der letzten Werksandsteinbank des Produktiven Karbons beginnen; II. Eine Sandsteinzone; I. Die in dem Steinbruch an der Philippshöhe ausgebeutete Grauwackenbank als hangendsten Teil eines dritten Horizontes. Später modifizierte Krusch diese Gliederung entsprechend dem Fortschritt der Forschung. So findet sich in seiner 1908 erschienenen Arbeit ,Über den Südrand des Beckens von Münster" folgende Gliederung: c) Hangende Schieferton- und Alaunschieferzone mit wenigen untergeordneten und nicht aushaltenden Sandsteinen; b) Mittlere Grauwacken- und Schiefertonzone, charakterisiert durch häufige Wechsellagerung von wenig mächtigen Grauwacken mit z. T. beträchtlich mächtigen Schiefertonen; a) Quarzitische und konglomeratische Grauwackenzone mit untergeordneten Schiefertonen. Diese im Gebrauch ziemlich umständliche Einteilung wurde dann durch Bärtling vereinfacht und auf die heute gebräuchliche Form gebracht, wie sie sich in seinem Wanderbuch (1 S. 79) findet: III. Zone der Ziegelschiefer = Hangende Schieferton- und Alaunschieferzone mit wenigen untergeordneten Sandsteineinlagerungen; II. Grauwackenzone = Wechsellagerung von Grauwackenbänken mit z. T. sehr mächtigen Schiefertonen; I. Quarzit- und Konglomeratzone = Wechsellagerung von Schiefertonen mit Quarziten, quarzitischen Konglomeraten und quarzitischen Grauwacken. ...