Original paper

Hydrogeologische Beobachtungen in Ost-Bulgarien.

Gellert, Johannes F.

Kurzfassung

Auf Grund einer Reihe von Reisebeobachtungen versuchte der Verfasser einen Überblick über die Wasserverhältnisse des östlichen Ost-Bulgarien zu geben. Dabei ergab sich sowohl auf Grund der geologischen als auch der hydrologischen Befunde eine Gliederung in drei Zonen, die dem Gebirgsstreichen annähernd parallel verlaufen. In ihnen konnte in ihrer Gesamtheit ein Gefälle der Wasserergiebigkeit von N nach S festgestellt werden. Entsprechend der Bedeutung des Wassers für den Menschen und seine Wirtschaft sind die Wasseraustritte fast alle nutzbar gemacht, andere Wasservorkommen erschlossen. Trotzdem ist die Wasserversorgung in vielen Gebieten noch ungenügend, selbst in den beiden Städten Varna und Burgas. Obgleich die vorliegenden Beobachtungen nur lückenhaft sind, ließen sich einige wenige Möglichkeiten weiterer Wassererschließung andeuten, deren es jedoch wohl noch eine ganze Reihe geben mag. Für eine ökonomische Ausnutzung der ostbulgarischen Wassermengen ist jedoch eine systematische Erforschung sämtlicher Wasser vorkommen notwendig, namentlich sind umfassende Ergiebigkeitsmessungen über Jahre hinaus vorzunehmen. Das sind aber Untersuchungen, die über Reisebeobachtungen weit hinausgehen. Liegen sie erst vor, dann wird es möglich sein, die jetzt noch recht extensive Wasserwirtschaft Ost-Bulgariens in eine intensivere umzuwandeln und dem Land neue wirtschaftliche Möglichkeiten zu erschließen.