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Zum 100. Geburtstag von Carl Ochsenius. (Gedenkrede)

Weissermel, W.

Kurzfassung

Am 9. März dieses Jahres sind 100 Jahre verflossen seit der Geburt eines Mannes, der, lange Jahre ein treues Mitglied unserer Gesellschaft, zu den eigenartigsten und interessantesten Erscheinungen der Geologenwelt gehört, und dem es vergönnt gewesen ist, besonders durch seine Theorie der ozeanischen Salzablagerungen sich ein dauerndes Denkmal in unserer Wissenschaft zu setzen: CARL OCHSENIUS. Der Anregung des Vorstandes unserer Gesellschaft, ihm hier einige Worte des Gedenkens zu widmen, entspreche ich um so lieber, als ich ihn selbst noch sehr gut gekannt, seine Ideen aus seinem eigenen Munde gehört und einen Teil seines Wirkens sozusagen in statu nascendi kennengelernt habe. Die schöne Villa, die sich OCHSENIUS als Ruhe- und Forschungssitz in Marburg gebaut hatte, war der nächste Nachbar des Hauses meines dortigen Corps, dem er später auch seine beiden Söhne zuführte, und - ich darf diese Erinnerung wohl hier einflechten -, nie hat eine studentische Korporation einen wohlwollenderen, auch gegen die lautesten Äußerungen studentischen Frohsinns nachsichtigeren Nachbarn gehabt. ...