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Tertiär und Diluvium im westfälisch-holländischen Grenzgebiet.

Bentz, Alfred

Kurzfassung

1. Tertiär: Paleozän und Eozän sind bisher nur auf holländischem Gebiet bekannt und zwar ist das Paleozän auf die Gegend nordlich von Oldenzaal beschränkt, während das Eozän bis Buurse reicht, weiter im Westen aber westlich von Winterswijk wieder erbohrt wurde. Das Oligozän beginnt mit phosphatführenden, glaukonitischen Feinsanden, deren stratigraphische Stellung noch nicht ganz eindeutig ist. Darüber folgt normal ausgebildeter Septarienton. Im Miozän muß zwischen der Fazies des Dingdener Glimmertons und glaukonitischen Sanden unterschieden werden. Während im südlichen Grenzgebiet die Sande vermutlich eine Vertretung der Hemmoorer Stufe (Unteres Mittelmiozän) darstellen, fehlt im nördlichen Grenzgebiet der Glimmerton so gut wie vollständig, so daß die Sande wohl das gesamte Mittelmiozän vertreten. 2. Diluvium: Die Rhein-Maas-Hauptterrasse wurde von Freudenberg bis westlich Vreden verfolgt und ihr Ostrand festgelegt. Weiter im Korden sind die Verhältnisse noch nicht ganz geklärt, da anscheinend Weser- und Elbgerölle eine Rolle spielen. Vielfach läßt sich unter den Hauptterrassenkiesen eine ältere, stratigraphisch anscheinend selbständige Feinsandstufe unterscheiden. Endmoränenartige Bildungen sind nur von Alstätte bekannt, wo an Hand eines guten Aufschlusses ihre Entstehung beim Vorschreiten des Eises wahrscheinlich gemacht werden konnte. Die Grundmoräne, die vielfach als Lokalmoräne ausgebildet ist, gehört der vorletzten Vereisung an. Im jüngeren Diluvium lassen sich noch Talsande der Niederterrasse und Decksande unterscheiden.