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Gliederung des Produktiven Karbons und einheitliche Flözbenennung im rheinisch-westfälischen Steinkohlenbecken

Oberste-Brink, Karl; Bärtling, Richard

Kurzfassung

Seit unserer ersten Abhandlung in dieser Zeitschrift (OBERSTE-BBINK und BÄRTLING 1928) hat dank der tatkräftigen Förderung des Gedankens durch das Preußische Oberbergamt zu Dortmund, insbesondere aber auch durch den Leiter der Abteilung Bergbau der Vereinigte Stahlwerke A. G. zu Essen, Herrn Dr. h. c. G. KNEPPER, die Flözbenennung auf einheitlicher Grundlage im rheinisch-westfälischen Steinkohlenbezirk nennenswerte Fortschritte gemacht. In der Zwischenzeit hat der eine der Verfasser (OBERSTE-BRINK, 1929) an dem Beispiel der Unteren Fettkohlenschichten auch bereits dargetan, wie sich im einzelnen für einen bestimmten Teil der Schichtenfolge die einheitliche Flözbenennung unter Benutzung, der zur Verfügung stehenden Hilfsmittel ohne große Schwierigkeiten durchführen läßt. Darüber, daß sie mit hinreichender Genauigkeit möglich ist, dürfte heute kein Zweifel mehr sein. Der Zweck der vorliegenden Abhandlung ist in erster Linie, diejenigen Profile vorzuschlagen, die in Zukunft als für die Umbenennung maßgebend angesehen werden sollen (Tafel 7). Die Gliederung. Gegen die von uns im Jahre 1928 vorgeschlagene Einteilung des Produktiven Karbons sind Einwendungen von Belang nicht gemacht worden. Wir hatten damals das Produktive Karbon in Flammkohlenschichten, Gasflammkohlenschichten, Gaskohlenschichten, Fettkohlenschichten, Esskohlenschichten und Magerkohlenschichten eingeteilt, wobei wir vorläufig nur eine weitere Unterteilung für die Gas-, Fett-, Ess- und Magerkohlenschichten vorgeschlagen hatten. In der Zwischenzeit hat KUKUK in einem noch nicht veröffentlichten Vortrage den Vorschlag gemacht, die Flammkohlenschichten bei den Flözen mit Mitteln aus feuerfesten Tonen weiter unterzuteilen, und auch für die Gasflammkohlenschichten eine Zweiteilung mit der Grenze an der Basis der konglomeratischen Sandsteinzone über dem Flöz Bismarck angeregt. Wir schließen uns diesem Vorschlage an und gliedern die Flammkohlenschichten in Obere und Untere mit der Grenze am Hangenden des oberen Tonsteinflözes Hagen und die Gasflammkohlenschichten in Obere und Untere mit der Grenze am Hangenden des Flözes Bismarck. Bei den Magerkohlenschichten rechnen wir die konglomeratische Sandsteinzone im Liegenden des Flözes Wasserbank ganz zu den Oberen Magerkohlenschichten.