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Lateritische Verwitterungsbildungen auf der präoligozänen vogtländisch-erzgebirgischen Fastebene im Untergrunde von Franzensbad in Böhmen

Keilhack, K.

Kurzfassung

Am Südrande des Erzgebirges liegen entlang dessen südlicher Randspalte drei ausgedehnte Braunkohlenbecken: das Teplitzer im Osten, das Falkenauer in der Mitte und das Egerer Becken im Westen. Wahrend die beiden erstgenannten von Ost-Nord-Ost nach West-Süd-West gestreckt sind, hat das Egerländer Becken einen nord-südlichen Verlauf, der dadurch bewirkt ist, daß die Randspalte fast unter einem rechten Winkel in eine nordwest-südöstliche Richtung umspringt. Die das Egerer Becken begrenzenden Randspalten verlaufen dann in ziemlich verwickelter Weise erst von Osten nach Westen, dann von Norden nach Süden weiter und bilden in der Gegend von Franzensbad noch einmal ein kleines in erzgebirgischer Richtung gestrecktes Nebenbecken welches sich bei Franzensbad in 3 km Breite abzweigt und bis zum Tale des Egerflusses verläuft. Die Umrahmung des von Norden nach Süden 22, von Osten nach Westen 11 km messenden Beckens wird gebildet von drei ausgedehnten Granitmassen, die alle in wahrscheinlich paläozoische Sedimente eingedrungen sind und diese in kristalline Schiefer umgewandelt haben. Die drei Granitmassen gehören, die eine im Nordwesten zum Fichtelgebirgsgranit, die zweite im Nordosten zum Erzgebirgsgranit und die dritte im Südosten zum Karlsbader Granit des Duppauer Gebirges. Die metamorphen Gesteine zeigen die weitverbreitete Folge von gneisartigen Bildungen, Glimmerschiefern und glimmerreichen Quarzschiefern und Tonschiefern oder Phylliten. Das Egerländer Becken ist fast vollständig in die Kontakthöfe dieser drei mächtigen Granitstöcke eingesenkt und grenzt nur im Nordwesten, nördlich von Franzensbad, unmittelbar an den Fichtelgebirgs und in der Südostecke bei Mittigau an den Karlsbader Granit. Die gneisartigen Gesteine bilden nur schmale Saume um den Granit herum so daß die Hauptmasse des Beckens auf Glimmerschiefer und Phyllit lagert und zwar so, daß die Südhälfte auf Phyllit, die Nordhälfte - einschließlich der Franzensbader Bucht - auf Glimmerschiefern Diese aus der Verbreitung der einzelnen Gesteine im Randgebiet des Beckens abgeleiteten Schlüsse werden durch die im Becken selbst ausgeführten Bohrungen bestätigt. ...