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Kohlenvarietäten der Oxydationszone der Braunkohlenflöze.

Potonié, R.

Kurzfassung

Wo Braunkohle unter durchlässigem Hangenden lagert, so daß sie mit dem das Hangende durchsickernden, sauerstoffhaltigen Wasser der Tagesoberfläche in Berührung kommt, finden wir im Bereich dieser Einwirkung verschiedene Spielarten der Braunkohle, die oft so sehr voneinander abweichen, daß man nicht glauben möchte, sie seien alle durch Oxydation der Braunkohle entstanden. Es ergibt sich, daß dem tatsächlich so ist. Es zeigt sich, daß man bis zu einem gewissen Grade aus den Profilen ersehen kann, warum die Oxydation in dem einen Falle diese, im anderen jene Braunkohlenvarietät erzeugt hat. Je nach Bergrevier und Verwendungsart gibt man den Kohlenvarietäten der Oxydationszone bzw. der obersten, dem Luftsauerstoff zugänglichen Teile von Braunkohlenlagern verschiedene Bezeichnungen. Biese Bezeichnungen gelten nur z. T. verschiedenartigen Materialien, z. T. sind sie synonym. Die bekanntesten dieser Termini sind: Rieselkohle, Kohlenhumus, Schmierkohle, Kohlenmulm (Rußkohle, Ruß), Farbkohle (Kasseler Braun, Kölnische Umbra), Pyropissit (Wachskohle), Sapperit. Zwei Tabellen mögen einige der Ergebnisse der Arbeit zusammenfassen. Eine ausführlichere Darstellung wird in einer Veröffentlichung der Preußischen Geologischen Landesanstalt erscheinen.