Original paper

Die Sumpfwälder von Florida als Kohlebildner.

Walther, Johannes

Kurzfassung

Die Dismal swamps von Carolina, die SHALER 1885 als ein rezentes Beispiel für Braunkohlenbildung beschrieben hat, und die seither häufig in diesem Sinne herangezogen worden sind, entsprechen nach ihrer floristischen Zusammensetzung und besonders mit Rücksicht auf die dort entstehenden Sedimente keineswegs dem Bild, das man sich von ihnen gemacht hat Dagegen ist in den südlich davon verbreiteten Sumpfwäldern von Florida eine ,Synubie" von Pflanzen und Tieren verbreitet, die überraschende Parallelen zu unseren tertiären Kohlenlagern bietet. Eine Vergesellschaftung von Palmen, Cypressen, Kiefern, Eichen, Fikus, Magnolien mit einer Fülle von anderen Gattungen, deren Blätter in der Braunkohle gefunden werden, belegen diese Übereinstimmung ebenso wie die Amphibien, Alligatoren, Schildkröten, Schlangen, Vögel und Säugetiere, die in so reicher Fülle bei den neuen Grabungen in Messel wie im Geiseltal bekannt geworden sind, und die lithologische Verknüpfung von dunklem Pflanzenmoder und weißen Sanddünen verstärken diese Übereinstimmung.