Original paper

Über Beziehungen zwischen Fazies und Tektonik im Devon des Sauerlandes

Paeckelmann, Werner

Kurzfassung

Die schroffen Faziesgegensätze im Mittel- und Oberdevon des Sauerlandes sind bedingt durch eine differentielle Einsenkung des Geosynklinalraumes. Auf den ,Schwellen", den Gebieten geringster Absenkung, bildeten sich geringmächtige Sedimente, insbesondere Cephalopodenkalke, in den stark sinkenden ,Becken" die mächtigen klastischen Sedimente und Riffkalke. Die Differenzierung des Geosynklinalraumes zeigt weitgehendste Parallelen zu den vanstischen Faltenzügen und kann im Sinne der BÖTTCHERSchen Hypothese als eine schwache Faltung betrachtet werden, die während der Sedimentation erfolgte. Diese embryonale Faltung ist im wesentlichen ein epirogentischer Vorgang, örtlich jedoch auch in Verbindung mit großen streichenden Abbrüchen erfolgt. Die marsische Phase der bretonischen Faltung ist im nördlichen Schiefer gebirge an eine Querschwelle gebunden, mit der das Untertauchen des Remscheid Altenaer Sattels, des Ebbe-Sattels und des Siegerländer Sattelkomplexes in ursächlicher Verbindung zu stehen scheint.