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Eine neue Theorie der Struktur- (Steinring-, Steinnetz- oder Brodel) - Böden, unter besonderer Berücksichtigung von Spitzbergen. Beleuchtung der als solche fossile Böden gedeuteten deutschen Vorkommnisse bei Gießen, Wiesbaden, Senftenberg usw.

Behlen, H.

Kurzfassung

Die Steinringe auf Spitzbergen werden als Wirkungen von kohlensäureführenden Mineralquellen (Thermen) erklärt. In dem arktischen Klima und in dem Eisboden Spitzbergens sind alle Quellen Thermen. Die Wärme der Gase und des Mineralwassers schmilzt den Eisboden siebartig oder maarartig durch. Bei nicht stark fließenden Quellen gefriert bei der exzessiven Winterkälte die Wasseraustrittsstelle. Da aber das Kohlensäuregas an diesen Stellen immerfort entbunden wird und hochsteigt, so muß schließlich ein Durchschlag, eine Explosion erfolgen. Die Erde und Steine werden ausgeschleudert und häufen sich ringförmig um die Quellaustritte an. Die von HOEL beschriebenen kohlesäureführenden Thermen zeigen tatsächlich solche Steinringbildungen und zwar großartigsten Ausmaßes. ...