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Spät- bzw. postlössische Basalttuffe am Westabhang des Korretsberges im Neuwieder Becken.

Quiring, Heinrich

Kurzfassung

Herr MORDZIOL hat, wie ich erfahren habe, auf der Hauptversammlung der Deutschen Geologischen Gesellschaft in Koblenz Mitteilung von einem Basalttuffvorkommen auf der Kettig-Kärlicher Hauptterrassenfläche des Neuwieder Beckens gemacht und auf seine Veröffentlichung darüber im Heimatkalender des Kreises Koblenz-Land 1930 (,Vulkanische Gasausbrüche am Rande des Neuwieder Beckens vor etwa 10 000 Jahren") hingewiesen. In Ergänzung dieser Mitteilung darf ich darauf aufmerksam machen, daß mir ähnliche spät- bzw. postlössische Basalttuffe bei der geologischen Aufnahme des Blattes Bassenheim am Korretsberge bei Kruft an mehreren Punkten bekannt geworden sind. Sie sind in den am Nordwesthang und am Westhang des Korretsberges aufwärts führenden Hohlwegen vorzüglich aufgeschlossen. Wie der Brockentuff in der Kärlicher Tongrube bestehen sie aus gut geschichteten Lagen von Basalttuff (ich konnte in einem Profil von 4 m Mächtigkeit 34 Lagen zählen), die mit Lagen von Schieferbrocken, Lößkindelbrocken, Basaltschlacken-Bruchstücken (beim Gasausbruch mitgerissenen Teilen des Untergrundes) wechsellagern. Noch deutlicher als in den von Herrn MORDZIOL beschriebenen Profilen von Kettig und Kärlich ist das Altersverhältnis zu dem Hauptausbruch der Neuwied-Mayener Lavane und Tephrane erkennbar, der im Anfang der Jüngeren Lößzeit (Aufignac-Lößzeit) erfolgt ist. Am Korretsberg überlagern nämlich die postlössischen Basalttuffe nicht nur die Lößablagerung selbst, sondern zugleich den im Anfang der Aufignac-Lößzeit nach Pingers-Mühle abgeflossenen Schlackenbasaltstrom des Korretsberges. Etwas älter sind die spätlössischen Basaltaschen, die E. ZIMMERMANN II über dem SW-Lavastrom des Michelberges, 1 km nördlich von Ochtendung, festgestellt hat.