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Tektonik und Erdmagnetismus in der Priegnitz.

Reich, H.

Kurzfassung

Nördlich des Elbeknies bei Havelberg wurde ein magnetischer Störungskörper von 40 km Länge und etwa 25 km Breite gefunden, der sich in nord-südlicher Richtung erstreckt und schon vorher durch Schweremessungen nachgewiesen war. Die Tertiär(Miozän-)vorkommen der Priegnitz umgeben das Gebiet des Störungskörpers und reichen in seinem Süden auf dies Gebiet hinauf. Die Falten des Miozäns streichen auf allen Seiten parallel zu den Umgrenzungslinien des Störungskörpers. Die Endmoränen der letzten Vereisung erfahren in diesem Gebiet eine auffallende Richtungsänderung. Die fließenden Gewässer (Dosse und Strepnitz) weichen diesem Gebiet aus, was auf eine junge Hebungstendenz schließen läßt. Die Lagerungsformen des Tertiärs lassen sich wohl nur zum Teil durch Eisdruck erklären, zum Teil scheinen sie tektonisch bedingt zu sein. ...