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Der oberfränkisch-oberpfälzische Buntsandstein.

Dorn, Paul

Kurzfassung

Im oberfränkisch-oberpfälzischen Buntsandsteingebiet, dem herzynischen Buntsandstein GÜMBEL'S, ließ sich eine stratigraphische Gliederung durchführen, welche mit derjenigen des sonstigen süddeutschen Buntsandsteinbeckens recht gut übereinstimmt. Freilich, südlich Bayreuth verwischt sich diese Stratigraphie mehr und mehr und ist eine genaue Trennung der einzelnen Stufen kaum noch möglich. Das dem Eckschen Konglomerat Südwestdeutschlands analoge Kulmbacher Konglomerat ließ sich über das gesamte oberfränkische Buntsandsteingebiet verfolgen. Dem Hauptkonglomerat gleichzustellende Konglomeratbildungen waren hingegen nicht überall zu beobachten. Die Grenzzone zwischen Mittlerem und Oberem Buntsandstein bildet die Karneolzone. Die Ausbildungsweise derselben und die morphologischen Verhältnisse sprechen dafür, daß sie stratigraphisch dem Mittleren und nicht dem Oberen Buntsandstein zuzurechnen ist. Die in Oberfranken gemachten zahlreichen Chirotheriumfunde stammen nicht aus der Karneolzone, also dem thüringischen Chirotheriumsandstein, sondern aus der 30 m höher gelegenen Fränkischen Chirotheriumzone. Nach den Fährtenfunden und Profilaufnahmen ist diese jedoch stratigraphisch nicht so eng zu begrenzen, wie es FRANTZEN in Unterfranken getan hat, sondern sie umfaßt die gesamte, zwischen Bausandstein und Röt i. e. S. gelegene, eigentliche Plattensandsteinstufe. Der Gesteinscharakter des oberfränkischen Buntsandsteines, besonders auch die in ihm vorhandenen Gerölle sprechen für eine Herkunft des Sedimentmaterials vom Frankenwald und Fichtelgebirge. Nur bei dem südlichsten Buntsandsteinvorkommen von Eschenbach-Grafenwöhr dürfte die Sedimentzufuhr aus dem Oberpfälzer Wald stammen.