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Das Diluvium beim Kalkwerk Gänsefurth bei Staßfurt.

Becker, A.

Kurzfassung

Anfang Juli machte mich Herr Dr.-Ing. WALKHOFF auf einen beim Kalkwerk Gänsefurth geschaffenen Aufschluß aufmerksam. In der ausgehobenen Baugrube waren ihm zwei dunkle Erdschichten aufgefallen, die er für bedeutungsvoll hielt. Nach genauer Untersuchung stellte ich folgendes fest: Im 1. Profil (Ostwand): 10.Kalkschutt usw. (47 cm), 9.Humus (45-50 cm), 8.Gelben Löß (37-45 cm), 7.Mergeligen Glazialsand (20-25 cm), 6.Kalkschotter mit nordischen Gesteinen (63 cm); in einer Tasche desselben feinen Glazialsand mit Feuersteinstück, 5.Braunen Löß (40-67 cm), 4.Kalkschotter (0-30 cm), m. n. Gest. 3.Gelben Löß (61-76 cm), 2.Glazialkies mit nordischen Gesteinen (15 cm), 1.Grüngrauen Mergel (mehr als 280 cm), davon 220 cm erbohrt. Im 2 Profil (Westwand) 10.Kalkschutt usw (15-40 cm), 9.Humus (40-62 cm), 8.Gelben Löß (60-110 cm), 7.- 6.- 5.Braunen Loß (24 cm), 4. 3.Gelben Löß (100-150 cm), 2.Glazialkies mit nordischen Gesteinen (15 cm), 1.Graugrünen Mergel (mehr als 280 cm), davon 220 cm erbohrt. Die zu Hause ausgeführte Untersuchung der den Schichten entnommenen Proben ergab folgendes: 10. Nicht besonders untersucht, 9. Beimengung nur wenig Quarzsand, 8. Beimengung Quarzsand mit wenig Körnchen von Schiefer, Feldspat und Glimmer, 7. Beimengung Kieselschiefer, grauer Feuerstein, Diabas, Granit, Porphyr, Feldspat, Quarz, 6. Abgerundete Kalkstücke. Beimengung: Sand, grauer und roter Granit, rötlicher Gneis, roter und gelblicher Quarz, gelber und schwarzer Feuerstein, Porphyr, Diabas (?), Kieselschiefer, 5. Beimengung neben kleinen Kalkstückchen feiner Quarzsand mit einzelnen größeren Körnern, 4. In der Hauptsache abgerundete Kalkstücke und nur wenige Brocken von Quarz, Kieselschiefer und Granit, 3. Beimengung wie bei 8, 2. Neben Quarzsand kleine Brocken von Quarz, Feldspat, hellem Kalk, Feuerstein, Kieselschiefer, Granit, Rapakiwi, Gneis, 1. Beimengung wenige Körnchen von Schiefer, Feldspat und Glimmer neost feinem Quarzsand. ...