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Die betriebsmäßige nasse Aufbereitung der Salzgittererze in Fortuna.

Drescher, Karl

Kurzfassung

Die Erze des Salzgitter-Typs lassen sich auch aus verschiedenen Lagerstättenteilen im laufenden Betrieb nach einem einfachen nassen Verfahren mit Erfolg aufbereiten. Es gelingt, aus ihnen trotz ihrer wechselnden Ausbildung ein hinreichend gleichmäßiges Konzentrat mit einem Eisengehalt von über 40% zu erzeugen. Der Roherzbedarf schwankt zwischen 1,6 und 2 t. - Die Aufbereitung ist billig. Eingehende Abbauversuche haben auch erträgliche Roherzkosten nachgewiesen. - Alle Ergebnisse sind betriebsmäßig gewonnen worden und können im Großbetrieb wiederholt werden. Mit diesen Feststellungen halten wir die Aufbereitungsfähigkeit der Salzgitter-Lagerstätte in den natürlichen Grenzen ihrer Ausbildung grundsätzlich für erwiesen. Wir wissen wohl, daß für den künftigen Betrieb noch viele technische und wirtschaftliche Fragen zu lösen sind und kennen die Schwierigkeiten der jetzigen wirtschaftlichen Lage Deutschlands. Nachdem jedoch die wissenschaftliche Forschung die großen Vorräte nachgewiesen hat und uns zu der Hoffnung berechtigt, daß das Verhalten der Lagerstätte auch in der Teufe nicht ungünstiger wird, glauben wir unsere Ergebnisse auf den größten Teil der gesamten Lagerstätte übertragen zu können. Wir nehmen an, daß unter normalen Verhältnissen ein sehr großer Vorrat der Salzgitter-Erze technisch und wirtschaftlich verwertbar ist. Darum hoffen wir, daß die Erze von Salzgitter noch eine gewaltige Bedeutung für die Wirtschaft Deutschlands erhalten werden.