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Paläozoikum und Schuppenbau im südwestlichen Schwarzwald

Wilser, J. L.

Kurzfassung

Langjährige Geländeaufnahmen auf den südbadischen topographischen Blättern Staufen, Todtnau, Feldberg, Wies, Schönau, St. Blasien, Schopfheim, Wehr, Görwihl (Nr. 128, 129, 130, 140, 141, 142, 153, 154, 155 der Einteilung der geologischen Spezialkarte Badens) erbrachten eine Klarstellung der Stratigraphie der jungpaläozoischen Sedimente, Intrusiva nebst Effusiva und daraus des weiteren eine tektonische Gliederung, die den Südschwarzwald dem saxothuringischen Bautyp anschließen läßt. Eine eingehende Beschreibung ist in Vorbereitung, eine vorläufige Mitteilung über die Hauptergebnisse zurzeit im Druck als Beitrag zur DEECKE-Festschrift in SOERGEL'S Fortschr. Geol. u. Pal. 11, 1932. Lagerung: Zwischen der zentralschwarzwälder Gneismasse im N und dem Hotzenwälder Gneis im S breitet sich der Ältere (Hornblende-) Biotitgranit (Hauptgranit) aus, in den eingelagert sind der mittlere Gneislappen, N-S ausgedehnt zwischen Happach-Todtmoos und Hottingen; ältere basische Intrusiva (injiziert und zum Teil verflößt), besonders reichlich in der Nachbarschaft der Gneisränder und in der W-O-Zone Ittenschwand-Ehrsberg-Todtmoos-Wittenschwand (letzteres südl. von St. Blasien); metamorphe Präkulm-Sedimente (Schönau-Aitern-Präg-Bernau); der Kulmgraben Badenweiler-Böllen und die nach S überkippte Kulmmulde Schönau-Präg; jüngere Biotitgranite (Malsburg-Mambach) und Zweiglimmergranite. Der Hauptgranit und die Präkulmsedimente sind tektonisch verformt ohne Rekristallisation, S fällt N bis NNO im Mittel 35 Grad, die Streckung verläuft WNW, meist mit flachem Fallen nach W. Gneistextur, Gneis-Granitrand, metamorphe Präkulmkeile, mechanische Verformung, Kulmgraben und Kulmmulde, nördliche und südliche Schuppenzone, ebenso der basische Zug Ehrsberg-Todtmoos-Wittenschwaud haben gleiche tektonische Orientierung: westliches Streichen mit flachem Nordfallen. ...