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Zum Lagerstätteninhalt der hannoverschen Erdöllager.

Kraiss, Alfred

Kurzfassung

Abschnitt I: Wie in anderen Ölgebieten, so sind auch in Hannover die benzin- und paraffinreichen Leichtöle an besonders geschützte Lagerstätten gebunden. (Auftreten der Sandsteine in Form von Linsen, unter tektonisch auflagernden Tonen usw.). Die paraffinarmen Schweröle sind Hutöle und aus ersteren hervorgegangen. Abschnitt II: Das Wasser der Lagerstätten ist eingedrungenes Oberflächenwasser. Der Salzgehalt des Wassers stammt in der Hauptsache von den Salzstöcken (chloridische Wasser, Zunahme des Konzentrationsgrades nach der Tiefe, stärkerer Salzgehalt am Wietzer Salzstock). Die Sulfatarmut vieler Wasser könnte auch in Hannover auf Reduktionswirkung der Kohlenwasserstoffe zurückgeführt werden. Im übrigen machen sich zahlreiche Beeinflussungen durch Minerallösungen mesozoischer Gesteine bemerkbar. Abschnitt III: Die Wietzer Öllagerstätten sind präeozänen, vielleicht sogar interkretazischen Alters (wurzellose Lager, starker Asphaltgehalt). Die Lagerstätten von Obershagen-Dannhorst-Nienhagen sind sehr wahrscheinlich, diejenigen von Ölheim wahrscheinlich (mindestens) prätertiären Alters (starker Randwasserdruck, Asphaltspuren bzw. Asphaltfreiheit der Hutöle). Ein höheres als interkretazisches Alter kann man jedoch vorläufig bei keiner der Lagerstätten wahrscheinlich machen.