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Die Isanomalenkarte der magnetischen Vertikalintensität von Mecklenburg und die neue KOSSMAT'sche Karte der Schwereanomalien Nordwestdeutschlands

Schuh, Fr.

Kurzfassung

Nachdem ich im Jahre 1920 ein kleines Gebiet in der Umgebung des Lübtheen-Jessenitzer Salzstockes im südlichen Mecklenburg magnetisch vermessen hatte und durch diese Arbeit von der Bedeutung magnetischer Untersuchungen für die geologische Erforschung des Untergrundes überzeugt worden war, beantragte ich schon im Winter 1.921/22 bei der Mecklenburg-Schwerinschen Regierung die Durchführung einer magnetischen Landesvermessung. Diese wurde auch im Sommer 1922 durch die Erda A.-G. im nordwestlichen Mecklenburg begonnen (SCHUH, 1923), aber nach Fertigstellung eines kleinen Teilgebietes, vorwiegend aus finanziellen Gründen, wieder aufgegeben. Von neuem wurde der Plan einer magnetischen Vermessung von mir im Herbst 1927 wieder aufgenommen, und zwar wollte ich nun allein eine weitmaschige magnetische Übersichtskarte der Isanomalen der Vertikalintensität schaffen. So kam es im Winter 1927/28 zur magnetischen Bearbeitung des westlich vom Schweriner See gelegenen Teiles von Mecklenburg (SCHUH, 1928, 1929). Nach Abschluß dieses ersten Teilgebietes wurden die Arbeiten vom Frühjahr 1928 bis Sommer 1930 dadurch besonders gefördert, daß eine Privatfirma (Bodug G. m. b. H.), die für die Ausführung des Planes großes Interesse zeigte, mir einige ihrer Herren (zuerst Vermessungs-Ingenieur SEILER, später die Diplom-Ingenieure BOECKLIN und CHRISTIANUS) für die Ausführung der Arbeiten im Bereich ihres Interessengebietes zur Verfügung stellte. Hierdurch war es möglich, ein wesentlich dichteres Stationsnetz, als ich es ursprünglich im Auge halte, über den größten Teil von Mecklenburg auszubreiten. Auf Grund dieser Untersuchung wurde nebenstehende Isanomalenkarte (Taf. 13) entworfen. Auch das auf dieser Karte freigelassene Gebiet ist bereits bearbeitet (durch F. BRINKMANN) und wird in nicht allzu ferner Zeit veröffentlicht werden können. Um das Bild übersichtlich zu gestalten, wurden auf der Isanomalenkarte die Meßstellen nicht eingetragen und die Linien in einem Abstand von 40 | gezogen. Durch die Buchstaben K und i wurde zutage tretendes mesozoisches Gestein (Kreide, Lias) kenntlich gemacht. Aus der KOSSMAT'schen Karte der BOUGUER'schen Schwereanomalien sind auf Mecklenburg entfallende Stationen mit ihren Störungswerten in die Karte mit aufgenommen worden. ...